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26.04.2005
Bericht vom 1. Lauf zur Deutschen Meisterschaft am 24.04.2005 in Hoope
Strahlendes Frühlingswetter empfing Fahrer und Zuschauer zum Saisonauftakt der Deutschen Autocross Meisterschaft und der Deutschen Autocross Trophäe. Diesmal wurde aber Petrus ein wenig enttäuscht. Seine Mühen alles zum Besten zu richten, reichten nicht aus, den Veranstalter in Bezug auf Zuschauerzahl und quantitativ starkes Fahrerfeld zufrieden zu stellen.
Die irreführende Information an die örtlichen Tagespresse, das neue DMSB-Reglement hätte die Klasse 7 und 8 gestrichen, mag manchem potentiellen Zuschauer die Lust an einem Besuch des Birkenringes gemindert haben. Ausserdem fand in der nahe gelegenen Kreisstadt eine traditionelle Automobilausstellung statt. Wie dem auch sei, am Wetter kann es diesmal nicht gelegen haben.
Den Fahrern, die nicht den Weg nach Bremen gefunden haben sei verraten: Das Fahrerlager ist mittlerweile in sehr gutem Zustand, jedenfalls wurde es von den angereisten Teilnehmern sehr gelobt.

In der Klasse 1 gab es immerhin 12 Nennungen, da aber jeweils nur 10 Fahrzeuge pro Lauf zugelassen sind, mussten zwei Wertungsgruppen gebildet werden.
Uwe Wagner lieferte sich zunächst mit Mario Detzer den erwarteten Zweikampf, konnte aber zum Schluss des 1. Wertungslaufes doch mit etwa 8 Sekunden Vorsprung souverän gewinnen. In der zweiten Gruppe ging es etwas knapper zu, hier betrug der Abstand vom Ersten Domenic Bendix zum Zweiten Markus Ruppel nur ganze 4 Sekunden. Die Herren David Kallauch aus Ortrand und Rene Krüger aus Halle an der Saale wurden in ihrer Gruppe jeweils Dritte.
Auch im 2. Wertungslauf siegte Uwe Wagner in Gruppe 1 vor Mario Detzer. Diesmal konnte der Golf des Wächtersbacher die Distanz zum Porsche aus Klosterfelde noch kürzer halten.
In Gruppe 2 konnte Markus Ruppel den Spiess herumdrehen und die Nase vor Domenic Bendix halten.

Klasse 2 vereinte die Supertourenwagen, insofern etwas zu vereinen gab. Vier Autos am Start war natürlich zu wenig, um den Zuschauern packende Zweikämpfe zu präsentieren. Dafür konnten sie ihrem Lokalmatadoren Wolfgang Schwarz zujubeln, der mit seinen Golf alles andere hinter sich liess. Aber – Martin Fürst aus Amerdingen machte es ihm nicht gerade leicht. Im Ziel war er in beiden Läufen nur 1,5 bzw. 2 Sekunden zurück. Man darf gespannt sein, wie sich der Norden (Bremen) in dieser Saison gegen den Süden (Kesseltal) wird behaupten können. Oliver Günther Schwieberdingen, für den MSC Künzelsau startend und Rene Schlöffel aus Wipfratal hatten mit der Entscheidung vorn, wenig zu tun.

Auch in der Klasse 3, den Spezial Autocross Fahrzeugen bis 1400 ccm waren mit 5 Aktiven schon mal bessere Zeiten zu verzeichnen. In der vergangenen Saison eher ein Garant für pure Spannung war es beim Auftakt der Saison 2005 eher eine „schnelle Demonstrationsfahrt“. In beiden Wertungsläufen fuhren Sandro Carls, Frank Meinzel, Ralf Goltz, Carsten Riemenschneider, und Daniel Naumann durchs Ziel.

Bei den grossen Spezies der Klasse 4 Spezial Autocross Fahrzeuge über 1400 ccm kam da schon mehr Freude auf. Sieben Starter waren zum ersten Wertungslauf angetreten, um den Sieg zu kämpfen. Allerdings machte Altmeister Hermann Hinnenkamp allen Hoffnungen der anderen ein schnelles Ende. An seine Zeiten kam keiner ran. Alle 8 Sekunden etwa kamen Markus Rausch, Carsten Schlöffel und Michael Straub ins Ziel. Bernd Stubbe und Erich Faul hatten Pech und schafften nur 5 bzw. 6 Runden.
Im 2. Wertungslauf fast das gleiche Bild. Allerdings zeigte hier Bernd Stubbe, dass er nicht gewillt war, sich in Hoope die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Eine halbe Sekunde fehlte ihm am Schluss auf den Zweiten Markus Rausch.

Enttäuschend war das Starterfeld der Junioren. Als eine Übergangslösung sind in der Saison 2005 die alten Cross-Karts mit den 2 CV Motoren und die neuen Junior Karts (gedrosselte Version) zusammen in einem Lauf in gemeinsamer Wertung für die Deutsche Junioren Autocross Meisterschaft und die Deutsche Autocross Trophäe ausgeschrieben.
Ausserdem gibt es noch Juniorkarts mit bis zu 650 ccm für über 18-jährige, für die es in der deutschen Autocross Trophäe Punkte gibt. Die Idee, die dahinter steckt ist, interessierten Jugendlichen ein fertiges Kart zur Verfügung zu stellen, dass man von bislang drei Herstellern rennfertig kaufen kann. Leider waren bis zum Saisonauftakt erst drei Fahrzeuge dieser neuen Generation fertig. Also machten sich vier Karts für die Wertungsläufe auf den Weg. Leider musste Patrick Krüger aus Halle sein Kart, übrigens von Dieter Dieselkämper gebaut, bereits im Training irreparabel abstellen. Die neuen Autos von Familie Schulze aus Doberlug Kirchhain kränkelten ebenfalls noch ein bischen an der Leistung. Vater Schulze kommentierte: „Soll mir mal einer jemanden zeigen, der auf Anhieb ein Siegerauto gebaut hat“. Er hatte alles, was an diesem Sonntag schlecht war auf einen grossen Zettel geschrieben. Wetten, dass er dies nicht umsonst getan hat?
Sabrina Straub war die lachende Dritte, und gewann alle beiden Wertungsläufe und zum Schluss auch noch das Finale.

In den anderen Klassen gab es rundweg spannende Finalläufe. Die Handicapaufstellung sorgte dafür, dass man sich immens anstrengen musste, um auch aus dem Finale hinreichend Punkte zu bekommen.

In der Klasse 1 liess Sven Richter im Honda Civic nichts anbrennen und verwehrte den von hinten gestarteten Mario Detzer und Domenic Bendix die Vorbeifahrt. Markus Ruppel und Uwe Wagner hatten es noch schwerer. Nach dem Sieger Richter, wurden Detzer, Bendix, Ruppel, Wagner, Laubach, Krüger, und Kallauch nach 9 Runden abgewunken. Thomas Scholz aus Schirgiswalde in der schönen Oberlausitz gab sich mit 8 Runden zufrieden.

Lokalmatador Wolfgang Schwarz hatte auch im Finale der Klasse 2 die Nase vorn. Aber auch hier sass ihm Martin Fürst vom MC Kesseltal hart im Nacken. Oliver Günther und Rene Schlöffel machten das Feld komplett.
Höhepunkt und Abschluss dann das Finale der neuen Klasse 4. Hermann Hinnenkamp gab alles, um vom letzten Startplatz nach vorn zu kommen. Immerhin kämpfte er sich bis auf den dritten Platz vor und wurde nur knappe 9 Sekunden hinter dem Sieger Erich Faul und nach dem Zweiten Michael Straub abgewunken. Ab Platz 4 hiess die Reihenfolge: Frank Meinzl, Carsten Schlöffel, Daniel Naumann (8 Runden), Markus Rausch (6 Runden), Carsten Riemenschneider (2 Runden) und Ralf Goltz (1 Runde).

Der Anfang für die neue Saison 2005 ist also gemacht. Alle Hoffnungen liegen nun auf Gründau, wo zu Pfingsten der zweite Meisterschaftslauf stattfindet. Übrigens gleichzeitig mit den Freunden aus der Rallycross-Szene, die ebenfalls ihren 2. Meisterschaftslauf absolvieren.

Eberhard Rast
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